Vegetation

Die Farben der Karte links haben folgende Bedeutung:

 

      Wüste und Salzbuschsteppe

      Spinifex-Steppe

      Trocken- und Dornbuschsavanne

      Trockenwald und Savanne

      Monsunregenwald

      trockener Hartlaubwald

      feuchter Hartlaubwald

      Regenwald - tropisch und gemäßigt

  • Der Norden ist geprägt von einer tropischen Baum- und Grassavanne. An den Küstenstreifen befindet sich Regen- und Mangrovenwald.
  • Das Innere und der Westen werden dagegen vorwiegend von Wüsten und Steppen eingenommen. Weit verbreitet sind in Australien trockenes Buschland mit Eukalypten und Akazienarten (australische Bezeichnung: "Scrub").
  • Neben schmalen tropischen Regenwaldsäumen im Norden sind Wälder an der Ostabdachung der Great Dividing Range zu finden.
  • Australien zeichnet sich durch eine eigenartige, stark endemische Pflanzen- (Eukalyptus, Kasuarinen, Flaschenbäume und Grasbäume) aus.

Besondere Pflanzenarten:

 

Eukalypten (Myrtacae)

In Australien besetzen sie ökologische Nischen, die andere Pflanzarten auf anderen Kontinenten einnehmen. Heute macht der australische Eukalyptus mehr als ein Drittel aller weltweit gefundenen Myrtaceae-Arten aus.

 

Urzeitgewächse

Uralte Pflanzen wachsen immer noch in der Wildnis. Große ‘antarktische’ Baumfarne sind an den Südseiten von Gebirgsketten in feuchten, schattigen Schluchten zu finden. Entlang der Südostküste bilden Zykadenpalmen das Unterholz zu großen, silbrigen Eukalyptusbäumen (Eucalyptus maculata). Seltene Überbleibsel von früheren geologischen Zeitaltern finden sich in kleinen, speziellen Lebensräumen wie den Wüstencanyons. Vor einigen Jahren wurde in einem abgelegenen Tal bei Sydney eine Spezies von großen Koniferen gefunden, von der man angenommen hatte, daß sie bereits vor Urzeiten ausgestorben war.


Knappes Gut: Wasser

 

Ende November 2002 sorgte die schlimmste Dürre seit langem, verbunden mit zahlreichen Waldbränden dafür, dass sich die Freude der Australier über das sonnige Wetter in weiten Teilen des Landes in überschaubaren Grenzen hielt. Dürreperioden sind nichts ungewöhnliches in Australien. Das Land ist weltweit der grösste Verbraucher von Trinkwasser pro Kopf der Bevölkerung. Gleichzeitig ist Australien nach der Antarktis der trockenste Kontinent der Welt. Rund 75% des Wasserverbrauchs entsteht durch landwirtschaftliche Bewässerung. Davon gehen durch Verdunstung und Versickern rund 23% verloren. Am stärksten betroffen von der Dürre war im November 2002 New South Wales. Hier fielen von April bis September weniger als 40% der durchschnittlichen Regenmenge.

 

Bodenversalzung

Wer über den roten Kontinent fliegt, dem bleibt es nicht verborgen: Weite Gebiete Australiens, vor allem im Westen und Süden, versinken buchstäblich im Salz. Ausgedehnte Abholzungen führten zu einem Anstieg des Grundwasserspiegels, was letztlich eine Akkumulation tausender Tonnen Salz in den oberen Bodenschichten nach sich zog. In den so entstandenen Wüsten kann keine Pflanze mehr gedeihen. Seit der Besiedelung Australiens durch den "Weissen Mann" wurden zur Urbarmachung und Erschliessung der Landschaften schätzungsweise 15 Milliarden Bäume gefällt. Die Wurzeln dieser Bäume kontrollierten jedoch massgeblich den Grundwasserspiegel, indem sie Millonen Liter Wasser aufsaugten, welches dann schliesslich verdunstete. Ohne diesen simplen Mechanismus steigt der Wasserspiegel bis zur Bodenoberfläche und die enthaltenen Salze scheiden sich bei der Verdunstung im Boden ab - die Böden versalzen. Experten vertreten die Ansicht, daß nur ein sofortiges umfassendes Pflanzungsprogramm Abhilfe schaffen kann.

Führend in der Erforschung der Folgen der Bodenversalzung ist die australische Abteilung für Land- und Wassernutzung der Commonwealth Scientific & Industrial Research Organisation (CSIRO). Demnach waren in Australien im Jahr 2001 bereits 25.000 Quadratkilometer, eine Fläche größer als Hessen, bereits betroffen. Darunter befinden sich Gebiete, die vormals zu den fruchtbarsten zählten. Die Wissenschaftler schätzen, dass 150.000 Quadratkilometer vom Salz bedroht sind.

Die einheimischen Pflanzen lassen sehr wenig Wasser in den Untergrund passieren. Dagegen lassen die Nutzpflanzen europäischer Herkunft in Spitzenjahren bis zu 100 Millimeter Wasser passieren. Der Hauptgrund dafür sind die langen Brachzeiten, nach denen der Boden Niederschläge fast ungehindert passieren lässt. Mit ihrem gewohnten Ackerbau können die Landwirte in Australien nach der Forschung von CSIRO nicht weitermachen. Und sogar im ausgesprochen fruchtbaren Murray-Darling-Becken im Südosten des Landes tauchen schon versalzte und damit unfruchtbare Gebiete auf. Eine Chance auf Änderung haben die Bauern nur, wenn sie ihr Programm um zusätzliche Pflanzen erweitern.

So könnte etwa die Grünfutterpflanze Luzerne das Manko des Getreides ausgleichen, denn sie bleibt länger auf dem Acker, und ihre Wurzeln reichen tiefer. Sie würde also die Bodenschicht unterhalb der Getreidewurzeln leeren und eine Art Speicher schaffen, wenn die Ackerpflanzen wieder viel Wasser durchlassen. Ein Fruchtwechsel von Getreide und Luzerne im passenden Rhythmus könnte das Leck abdichten. Das Problem ist, dass Getreide sehr viel mehr Geld einbringt als Luzerne. CSIRO empfiehlt schnell zwischen beiden Anbauformen hin- und herzuschalten und damit den Anbau der ertragschwächeren Futterpflanze so kurz wie möglich zu halten.

Ein Team der CSIRO entwickelt Detektoren, die den Wasserstand im Untergrund feststellen können. Alternativ könnte auch ein Teil der Farmfläche wieder für die einheimische Vegetation freigegeben werden. Das würde den Wasserhaushalt auf größeren Flächen stabilisieren. Bei Farmern, die bereits Folgen der Bodenversalzung spüren, treffen die CSIRO-Experten auf offene Ohren. Doch deren Maßnahmen können die Bodenqualität nur auf lange Frist sichern.

(verkürzte Version eines Berichtes der Zeitung "Die Welt" von der Website "Welt Online")

 

Sandstürme

Monatelange Trockenheit führt dazu, dass die Erde immer lockerer und damit windanfälliger wird. So bedeckte beispielsweise Mitte November 2002 eine riesige Wolke aus feiner Erde Häuser und Autos in Griffith im Bundesstaat New South Wales. Dieser Sturm hatte schätzungsweise drei Millionen Tonnen Sand quer durch die Region geblasen. Es war in dem Gebiet bereits der vierte Sandsturm innerhalb von nur vier Wochen. Wenn Kaltfronten im Westen von New South Wales, die trockenen Erdpartikel vom ausgedörrten Boden aufwirbeln, trägt es riesige Staubwolken bis in die Vororte von Sydney - so zum Beispiel Mitte November 2002 habe. Betroffen sind davondann vor allem die Gebiete um Dubbo und Orange.

 

 

Quelle: http://www.australien-info.de/daten-vegetation.html